stattWERKstatt - inklusive Wege am Übergang Schule - Beruf

 

inclution.org - inclusive solutions gUG
Berlin

Das Projekt

stattWERKstatt richtet sich an junge Erwachsene mit dem „Förderstatus geistige Entwicklung“, die laut Gutachten der Arbeitsagentur oft automatisch in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) empfohlen werden. Das Projekt unterstützt diese jungen Menschen (und ihre Angehörigen), die alternative, inklusive Lösungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt suchen, aber die Wege dorthin nicht kennen. Die Begleitung erfolgt durch individuelle Beratung, die sich eng an den Vorstellungen und Wünschen der Betroffenen orientiert. Es gibt Peer-Trainings, in denen sich junge Menschen mit Behinderung gegenseitig stärken und Erfahrungen teilen. Zudem bietet stattWERKstatt praktische Unterstützung bei Behördengängen, rechtlicher Beratung und bei der Suche nach passenden Wunschberufen und Arbeitgebern. Ein zentraler Aspekt ist die Förderung der Selbstvertretung, bei der die jungen Erwachsenen ihre eigene Stimme finden und sich aktiv für ihre Rechte einsetzen.

Die Erfolge

stattWERKstatt hat seit 2018 zahlreiche junge Menschen erfolgreich auf ihrem Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet, entgegen der gängigen Empfehlung einer WfbM. Beispiele wie Oskar und Soledad als Trainer-Assistenten im Circus Sonnenstich, Leonie in einer Stadtteilbibliothek oder Jan im Ruderverein zeigen, dass individuelle Berufswege durch Unterstützung wie das Persönliche Budget oder das Budget für Arbeit möglich sind. Diese Erfolge inspirieren andere und stärken das Selbstbewusstsein der Familien. Das Projekt wirkt auch politisch: stattWERKstatt ist im Berliner Behindertenparlament aktiv und wurde in Anhörungen im Abgeordnetenhaus angehört, um strukturelle Veränderungen für eine inklusive Arbeitswelt anzustoßen. Die Nachhaltigkeit des Projekts beruht auf seinem konsequenten Fokus auf das Wunsch- und Wahlrecht, dem Peer-Ansatz, der Vernetzung mit inklusiven Arbeitgebern und der kontinuierlichen politischen Einflussnahme.

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