Arbeiten, wie ich es will!
Franz Sales Haus
Essen
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Menschen mit Lernschwierigkeiten in der beruflichen Orientierungsphase
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Selbstbestimmte Berufsentscheidungen und passende Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglichen
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KI-gestütztes Orientierungstool und begleitende Materialien für Betroffene, Fachkräfte und Angehörige
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Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickeln das digitale Instrument als Expert:innen in eigener Sache aktiv mit
Das Projekt
Welche Arbeit passt zu mir? Was kann ich gut? Und was möchte ich beruflich machen? Für Menschen mit Lernschwierigkeiten ist es oft schwierig, eigene Vorstellungen zu entwickeln und diese bei der Berufswegeplanung einzubringen.
Das Projekt „Arbeiten, wie ich es will!“ (AWIEW) des Franz Sales Hauses in Essen entwickelt deshalb seit 2021 ein digitales, barrierefreies Instrument zur beruflichen Orientierung. Mithilfe Künstlicher Intelligenz können Menschen mit Lernschwierigkeiten ihre Interessen, Fähigkeiten und Wünsche erkunden und passende berufliche Perspektiven entwickeln. Das Tool unterstützt sie dabei, ihre Vorstellungen selbstbewusst in Gespräche und Entscheidungen einzubringen, ohne die persönliche Beratung zu ersetzen.
Das Besondere: Menschen mit Lernschwierigkeiten gestalten das Instrument von Anfang an mit. In gemeinsamen Workshops entwickeln und testen sie Funktionen und Inhalte. Auch die Öffentlichkeitsarbeit gestalten sie in einer eigenen Redaktion mit.
Das Projekt wird gemeinsam mit der FH Münster, dem Fraunhofer-Institut FIT und der Technischen Universität Dortmund umgesetzt. Ergänzend entstehen Materialien für Angehörige, Fachkräfte und Unternehmen. Das Tool soll künftig bundesweit kostenfrei zur Verfügung stehen.
Die Erfolge
Neun Menschen mit Lernschwierigkeiten haben als Co-Designer:innen in insgesamt 36 Workshops an der Entwicklung des Instruments mitgewirkt. Weitere 48 Personen, darunter 24 Förderschüler:innen und 24 Menschen aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung, waren zum Zeitpunkt der Bewerbung an der Erprobung beteiligt. Ihre Erfahrungen fließen direkt in die Weiterentwicklung ein.
Fünf Menschen mit Lernschwierigkeiten engagieren sich außerdem in der projektbegleitenden Öffentlichkeitsarbeit. Eine von ihnen ist als Expertin in eigener Sache geringfügig beschäftigt. So stärkt das Projekt bereits während der Entwicklung die Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit der Beteiligten.
Auch Unternehmen werden einbezogen: 20 Betriebe aus Essen haben ihre Unterstützung schriftlich zugesagt. Bei sogenannten Chancengeber tauschen sich Arbeitgeber und Projektbeteiligte über inklusive Beschäftigung aus. Mit einem Industrieunternehmen werden zudem Praktikumsmöglichkeiten entwickelt.
AWIEW verbindet damit digitale Innovation mit echter Beteiligung und schafft neue Voraussetzungen für eine selbstbestimmte berufliche Orientierung von Menschen mit Lernschwierigkeiten.