M(a)BI – Mädchen(aus)bildungsinitiative
LOBBY FÜR MÄDCHEN e. V.
Köln
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Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 27 Jahren, insbesondere mit Behinderung, Flucht- oder Migrationserfahrung oder sozialer Benachteiligung
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Berufliche Perspektiven entwickeln, Selbstständigkeit stärken und Benachteiligungen beim Übergang in Ausbildung und Beruf abbauen
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Individuelle Beratung, Berufsorientierung, Bewerbungshilfe, Workshops und Begegnungen mit beruflichen Vorbildern
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Freiwillige, niedrigschwellige und inklusive Begleitung in einem barrierefreien Mädchenzentrum
Das Projekt
Mädchen und junge Frauen haben beim Übergang von der Schule in den Beruf nicht immer die gleichen Chancen. Geschlechtsspezifische Benachteiligungen, traditionelle Rollenbilder und zusätzliche Hürden durch Behinderungen, Flucht- oder Migrationserfahrungen können ihre Möglichkeiten einschränken. Manche werden von den bestehenden Angeboten zur Berufsorientierung und Ausbildungsförderung kaum erreicht.
Die Mädchen(aus)bildungsinitiative M(a)BI der LOBBY FÜR MÄDCHEN setzt genau hier an. Seit 2021 begleitet das Projekt Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 27 Jahren auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf. Im Mittelpunkt stehen ihre persönlichen Stärken, Interessen und Wünsche. Ziel ist es, Selbstvertrauen aufzubauen, berufliche Möglichkeiten kennenzulernen und eigene Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
M(a)BI ist im barrierefreien Mädchenzentrum II in Köln angesiedelt. Die Teilnehmerinnen finden hier einen geschützten Raum, in dem sie sich ausprobieren, Fragen stellen und Unterstützung erhalten können. Die Beratung ist freiwillig und orientiert sich am individuellen Bedarf. Einmal wöchentlich gibt es einen offenen Beratungstag, an dem die Mädchen und jungen Frauen auch ohne Termin vorbeikommen können.
Neben persönlicher Berufsorientierung und Bewerbungshilfe unterstützt M(a)BI bei schulischen Herausforderungen und der Vorbereitung auf Prüfungen. Workshops fördern soziale Kompetenzen, Selbstständigkeit und den Umgang mit alltäglichen Anforderungen. Bei Berufserkundungen und im Format „Jobfenster“ lernen die Teilnehmerinnen Frauen aus unterschiedlichen Berufsfeldern kennen. Dabei werden bewusst auch Berufe vorgestellt, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind.
Die enge Verbindung mit dem offenen Mädchentreff, der Mädchenberatung und weiteren Angeboten des Vereins ermöglicht eine kontinuierliche Begleitung, die über berufliche Fragen hinausgeht. Die Teilnehmerinnen gestalten Angebote mit und können jederzeit erneut Unterstützung in Anspruch nehmen.
Die Erfolge
Im Jahr 2025 erreichte M(a)BI insgesamt 65 Mädchen und junge Frauen im Alter von 13 bis 26 Jahren. In 367 Einzelgesprächen wurden sie bei schulischen, beruflichen und persönlichen Fragen begleitet. 55 der Teilnehmerinnen hatten eine Migrationsgeschichte, einige von ihnen auch Fluchterfahrung.
26 junge Frauen fanden im Laufe des Jahres eine neue Perspektive: Sie begannen eine Arbeit, eine Ausbildung oder assistierte Ausbildung, nahmen eine Nebentätigkeit oder ein Praktikum auf, starteten ein Studium oder wechselten auf eine weiterführende Schule. Weitere 14 Teilnehmerinnen befanden sich Ende 2025 noch im Bewerbungsprozess oder wurden bei ihrer beruflichen Orientierung begleitet.
Auch über die individuelle Beratung hinaus erreicht das Projekt viele junge Menschen. An der selbst entwickelten Berufsorientierungsveranstaltung „Meine super sweete Zukunft“ nahmen 2024 rund 250 Mädchen und junge Frauen teil. Die Veranstaltung eröffnet Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder und ermutigt dazu, auch jenseits traditioneller Rollenbilder über die eigene Zukunft nachzudenken.
Wie nachhaltig die Unterstützung wirkt, zeigt sich auch daran, dass viele Teilnehmerinnen M(a)BI über mehrere Jahre nutzen. Sie kommen bei neuen Herausforderungen zurück und empfehlen das Angebot an Freundinnen weiter. So entstehen langfristige Vertrauensbeziehungen, die Mädchen und junge Frauen dabei unterstützen, ihren Bildungs- und Berufsweg selbstbestimmt zu gestalten.